Achenbach Hagemeier

Press Release



Pressemitteilung November 2020

ACHENBACH HAGEMEIER
präsentiert 

Group Show (Art Cologne)
18. November 2020 – 12. Dezember 2020

Achenbach Hagemeier freut sich sehr den geplanten Messestand für die Art Cologne 2020 mit neuen Arbeiten von Silke Albrecht, Andreas Fischer, Jan Pleitner und Chris Succo in den Düsseldorfer Galerieräumen zu präsentieren.

Vier Düsseldorfer in Köln. So hätte man den Messeauftritt für die diesjährige Art Cologne der Galerie Achenbach Hagemeier betiteln können. Nun ist es aber so, dass Messekabinen normalerweise keine Ausstellungstitel bekommen und dieses Jahr ohnehin alles etwas anders ist als unter „normalen“ Umständen. Aufgrund der erneuten Verschiebung der Art Cologne werden die neusten Arbeiten der ausgestellten Künstler als Group Show in den Düsseldorfer Galerieräumen gezeigt, und nicht wie ursprünglich geplant auf dem Kölner Messegelände. Die vier unterschiedlichen Positionen der zeitgenössischen Malerei und Skulptur verbindet nicht nur der gewählte Arbeits- und Lebensort – Düsseldorf – sondern auch das Studium an der ortsansässigen international renommierten Kunstakademie.

In ihren Arbeiten versammelt Silke Albrecht diverses Material, welches sie in assemblierter Weise auf die Leinwand bringt: Während bei einigen Werken metallene Lochgitter oder vernähte Jutebeutel die Oberflächen strukturieren, verwendet Albrecht in anderen Serien zum Beispiel Atelierschmutz und Blumengranulat. Bei Albrecht verschmilzt nicht nur diverses Material miteinander, auch mischen sich unterschiedlichste Stile in ihren Arbeiten. Schüttungen auf Baumwolle und Kupfer bringen Prozesse und Strukturen an die Oberfläche, nebelige Farbverläufe verklären zum Teil die Sicht. Das Auge wandert durch unterschiedlichste Schichten und Ebenen, bis es auf realistische Darstellungen trifft und wieder Abstand nimmt. Albrechts Arbeiten ziehen den Betrachter an, laden zum Verweilen und Nachdenken ein, wobei sich ihre Bilder mit zunehmender Betrachtung reziprok entwickeln.

Andreas Fischer verwandelt herkömmliche Haushaltsgeräte in komplexe kinetische Skulpturen und agiert so im Sinne der Objektkunst der klassischen Moderne. Von ihrer ursprünglichen Funktion und jeglichem Zweck entledigt überraschen die neu arrangierten Teile durch ungeahnte Manöver. Ausgelöst mithilfe versteckter Bewegungsmelder drehen sie sich im Kreise, sprechen, singen, tanzen, verharren oder wiederholen sich. Der Künstler fungiert als Regisseur, überlässt das agieren und reden jedoch seinen Maschinen. Auf ironische Weise führt Andreas Fischer das Alltägliche ad absurdum. Seine neuste Arbeit – eine virtuelle Spülmaschine – kommentiert sarkastisch die aktuelle Debatte zu künstlicher Intelligenz: K.I. = K.O.

Den multimedialen Arbeiten des international vertretenen Künstlers Chris Succo liegen individuelle Referenzen und oftmals Musik zugrunde. So wird die Leinwand durch minimalistische Strukturen rhythmisiert. Seine Gemälde legen dabei deutlich den Malprozess offen: Die farbigen Wasserfarben verlaufen über die weiß grundierte Leinwand. Darüber kräftige und haptische weiße Ölfarbe. Es entsteht eine impulsive Dynamik, voller Kraft bei gleichzeitiger Gelassenheit. Diese resultiert aus der beständigen Wiederholung von Form und Technik sowie den weich verlaufenden Farben. Doch trotz aller Einheit erreicht Chris Succo eine beeindruckende Individualität für jedes einzelne seiner Gemälde.

Eindrucksvoll und ausdrucksstark sind ebenfalls die abstrakten Malereien von Jan Pleitner. Angetrieben vom unbewussten Denken entstehen Werke voller Bewegung und Energie, wobei ruckartige Linien das Auge auf der Bildoberfläche auf und ab ziehen. Pleitners sehr physische Herangehensweise an die Malerei führt dazu, dass er ebenso leicht durch die Farbschichten kratzt, wie er sie aufbaut, was zu einer sehr energiegeladenen Leinwand führt. Seine tiefe Farbpalette ist lebhaft und sprunghaft, mit elementaren Flecken, Streifen und Linien, die ineinander krachen und aggressiv – aber nicht unharmonisch – ihren jeweiligen Platz beanspruchen.

 

 

 

 

 



Press Release November 2020

ACHENBACH HAGEMEIER
presents 

Group Show (Art Cologne)
18 November, 2020 – 12 December, 2020

Achenbach Hagemeier is delighted to present its planned exhibition stand for Art Cologne 2020 with new works by Silke Albrecht, Andreas Fischer, Jan Pleitner, and Chris Succo at its gallery space in Düsseldorf.

Four Düsseldorfers in Cologne. That could have been the title for Achenbach Hagemeier’s presentation at this year's Art Cologne. Although art fair booths do not usually have exhibition titles, everything is a little different from “normal” this year. Due to the further postponement of Art Cologne, the latest works by the exhibited artists will be shown as a group show at the Düsseldorf gallery space and not, as originally planned, at the Cologne trade fair grounds. Occupying four different positions in contemporary painting and sculpture, these artists are not only united by their chosen place of work and residence—Düsseldorf—but also by their studies at the local internationally renowned art academy.

In her works, Silke Albrecht assembles a variety of materials on the canvas: while perforated metal grids or stitched jute bags structure the surfaces of some works, Albrecht uses items such as studio dirt and flower granules in other series. In Albrecht’s works, not only are diverse materials blended together, but also a wide variety of styles. Coats of cotton and copper bring processes and structures to the surface, while hazy color gradients partly transfigure the view. The eye wanders through the most varied layers and planes until it encounters realistic depictions and distances itself again. Albrecht’s works attract the viewer, inviting them to linger and reflect: her images evolve more the longer one looks at them.

Andreas Fischer transforms conventional household appliances into complex kinetic sculptures in the spirit of the object art of classical modernism. Divested of their original function and any purpose, the newly arranged pieces surprise with unexpected maneuvers. Triggered by hidden motion detectors, they spin in circles, speak, sing, dance, pause, or repeat themselves. The artist acts as a director, but leaves the acting and talking to his machines. Andreas Fischer ironically steers everyday life to the point of absurdity. His latest work—a virtual dishwasher—is a sarcastic commentary on the current debate surrounding artificial intelligence: A.I. = K.O.

The multimedia works of the internationally renowned artist Chris Succo are based on individual references as well as music. Minimalistic structures lend rhythm to the canvas. His paintings clearly reveal the painting process: colorful watercolors run into each other on the white primed canvas, with bold, tactile white oil paint on top. This creates an impulsive dynamic, full of force and composure at the same time, resulting from the constant repetition of form and technique as well as the soft-edged colors. Despite all this uniformity, Chris Succo achieves an impressive individuality in each of his paintings.

Jan Pleitner’s abstract paintings are also impressive and expressive. Driven by unconscious thought, he creates works full of movement and energy, with jerky lines pulling the eye up and down the surface of the image. Pleitner's very physical approach to painting means that he scratches through the layers of paint just as easily as he builds them up, resulting in a canvas bursting with energy. His deep color palette is vivid and erratic, with rudimentary spots, stripes, and lines that crash into each other and aggressively—but not inharmoniously—claim their own place.